Kaum zeigen sich die ersten Sonnenstrahlen und das Thermometer klettert in die Höhe, wird nicht nur die Kleidung luftiger, sondern es ist die Zeit gekommen, den Grill anzuwerfen.

Damit verbunden sind nicht selten Konflikte mit den Nachbarn, vor allem, wenn der Balkon zur Grillzone gemacht wird. Rauch oder Lärm sorgen nicht selten auch für Probleme mit dem Vermieter der Mietwohnung, daher ist es wichtig zu wissen, ob auf dem Balkon gegrillt werden darf.

Ist der Gasgrill auf dem Balkon erlaubt?

Grillfans ohne Garten dafür mit Balkon müssen keine Angst haben, denn das Grillen auf dem Balkon ist erlaubt. Dazu gibt es mittlerweile sogar höchstrichterliche Urteile. Das bedeutet, dass Nachbarn das Grillen im üblichen Ausmaß dulden müssen.

Damit es jedoch nicht zu unnötigen Konflikten kommt, sollte auch auf die Nachbarn etwas Rücksicht genommen werden. Anstatt mit Holzkohle zu grillen, ist der Gasgrill am Balkon eine Grillgelegenheit, die deutlich schadstoffärmer ist. Ein kleiner Gasgrill auf dem Balkon stellt rechtlich kein Problem dar.

Etwas anders sieht es aus, wenn Sie einen Gasgrill für einen Balkon zum Räuchern verwenden. Bei einem Smoker tritt durchaus auch Rauch aus, und wenn dies über Stunden passiert, kann das auch rechtliche Probleme verursachen.

Verständlicherweise muss der Nachbar dann nicht mehr dulden, wenn jedes Wochenende bei ihm Qualm in der Wohnung ist.

8 Tipps zum Grillen auf dem Balkon

Beim Grillen auf dem Balkon muss einiges beachtet werden

Das Grillen auf dem Balkon ist auch mit gewissen Risiken verbunden, denn durch den begrenzten Platz kann es schnell gefährlich werden. Damit der Gasgrill am Balkon nicht zur Gefahr wird und Emissionen wie Rauch in Grenzen gehalten werden, sollten Sie einige Tipps beachten.

Tipp 1: Abstand halten

Beim Grillen entwickelt sich sehr viel Hitze und umliegende Gegenstände, selbst Balkonbrüstungen, können dadurch beschädigt werden. Daher sollte am Balkon der Gasgrill ausreichend Abstand zu Objekten haben, die durch die Hitze beschädigt werden können oder gar Feuer fangen könnten.

Tipp 2: Sicherer Stand

Egal ob am Balkon oder im Garten gegrillt wird, der Gasgrill muss immer sicher stehen. Ist das nicht der Fall, kann selbst bei einfachen Vorgängen, wie dem Öffnen der Abdeckung das Gerät kippen und Verletzungen verursachen oder einen Brand auslösen.

Tipp 3: Sauberkeit

Je sauberer der Grill ist, umso geringer ist die Rauchentwicklung. Verkrustungen und Ablagerungen sorgen auch für einen schlechten Geschmack beim nächsten Grillgang. Asche etwa aus der Räucherbox darf allerdings nicht in einem Kunststoffmülleimer entsorgt werden. Metallbehälter verhindern, dass durch Restglut Brände entstehen.

Tipp 4: Gasleitungen prüfen

Vor Inbetriebnahme sollten Sie in jedem Fall prüfen, ob die Gasleitungen alle dicht und die Flasche auch sicher angeschlossen ist. Zwar kann durch die sichere Zündung keine Gefahr entstehen, gefährlich kann jedoch ausströmendes Gas werden, das zur Bewusstlosigkeit führen kann.

Tipp 5: Sicher anzünden

Auch wenn die Zündung in der Regel elektrisch erfolgt, sollte nach einer ausgegangenen Flamme einige Zeit gewartet werden, bis eine erneute Zündung erfolgt. Der Grund dafür ist, dass sich um den Brenner noch etwas nicht verbranntes Gas befindet. Dies sollte sich erst verflüchtigen, damit es zu keiner Stichflamme kommt.

Tipp 6: Gasgrill immer beaufsichtigen

Ein Grund, warum es zu Bränden beim Grillen kommt, ist, weil der Grill unbeaufsichtigt ist. Da kann selbst der Gasgrill auf dem Balkon, der eigentlich sehr sicher ist, zur Gefahr werden. Problematisch können auch Kinder oder Haustiere sein, die in einem unbeobachteten Moment auf den Grill greifen oder ihn umstoßen.

Tipp 7: Geeignete Kleidung

Schlabberlook hat beim Grillen nichts zu suchen. Weite Shirts und Hosen sind eine potenzielle Gefahr. Sie können damit nicht nur am Grill hängen bleiben, einmal zu weit übergebeugt kann die Kleidung sogar Feuer fangen. Enger anliegende Kleidung ist beim Grillen deutlich sicherer.

Tipp 8: Feuerlöscher bereitstellen

Obwohl der Gasgrill für den Balkon deutlich besser geeignet ist, weil er sicherer ist, bedeutet dies nicht, dass keine Flammen entstehen können. Selbst bei kleinen Mengen Fett kann sich ein Fettbrand entwickeln. Für solche Fälle sollte immer etwas Natron oder Backpulver bei der Hand sein, womit sich kleine Fettbrände löschen lassen.

Zur Sicherheit sollte allerdings immer auch ein Feuerlöscher bzw. ein Eimer Sand bereitstehen, damit auch größere Flammen rasch eingedämmt werden können.

Extra-Tipp: Laden Sie die Nachbarn ein!

Eine Möglichkeit Konflikten durch das Grillen am Balkon aus dem Weg zu gehen, ist, indem Sie Ihre Nachbarn einladen. Dadurch werden sie nicht direkt durch den Rauch belästigt, die Nachbarn können leckeres gegrilltes Fleisch genießen und Sie verbessern zudem noch den Kontakt zu den Nachbarn.

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